Von hier kommt unser beliebtes Olivenöl

Heisst es nun der oder die Peloponnes? Beides ist richtig, fachlich korrekt ist eigentlich „die Peloponnes“, aber wir halten uns hier ans umgangssprachliche „der“…

Ursprünglich war der Peloponnes eine Halbinsel und mit dem griechischen Festland verbunden, bis er 1893 durch den Bau des Kanals von Korinth künstlich zu einer Insel umgestaltet wurde.

Die Form des Peloponnes erinnert an eine Hand mit Daumen und drei Fingern. Im Osten bildet die argolische Halbinsel den Daumen, als erster Finger folgt die lakonische Halbinsel. Der Mittelfinger heißt Mani, der westlichste „kleine“ Finger ist Messenien. Alle diese Halbinseln unterscheiden sich sehr stark durch ihre landschaftliche Vielfalt.

Auf dem Peloponnes trägt fast jeder Stein ein Stück Geschichte in sich. Olympia, Mykene, Korinth, Sparti, Epidavros – die Liste antiker Ausgrabungsstätten liesse sich fast beliebig verlängern. Wer sich aber lieber im Sand räkelt, findet mit Sicherheit seine einsame Lieblingsbucht.

Patras, die grösste Stadt auf dem Peloponnes, ist mit rund 155'000 Einwohnern immer noch relativ überschaubar; zum Vergleich: Zürich hat rund 370'000 Einwohner. In Kalamata, der Verwaltungshauptstadt von Messenien, wurden durch das starke Erdbeben von 1986 ganze Stadtteile zerstört. Nach dem modernen Wiederaufbau wirkt die Stadt nicht mehr so typisch griechisch, hat aber dennoch ihren ureigenen Charme.

Auf herrlichen Küstenstrassen kann man rund um den ganzen Peloponnes fahren, in einem von unzähligen Fischerdörfern in einer Taverne griechische Spezialitäten geniessen und den Hafenstrassen entlang spazieren.

k papara oel 045Das Klima auf dem Peloponnes ist im Winter mild, im Sommer heiß. Die wohl schönste Zeit ist im Mai, wenn noch die ganze Landschaft in sattem Grün leuchtet. Die Natur platzt förmlich aus allen Nähten! Wunderschön sind die Olivenbäume mit ihren feinen gelblichgrünen Blüten, die dicht an dicht die Äste bis in die äußersten Spitzen übersäen.

Ab Juni kann es schon sehr heiss werden, im Juli und August sind dann Temperaturen bis über 40°C keine Seltenheit. Dann ist es selbst an den herrlichen Stränden tagsüber zu heiß. Den Olivenbäumen kann die Hitze allerdings keinen Schaden zufügen, ihre Wurzeln reichen sehr tief in die Erde und sie kommen zudem mit ausgesprochen wenig Wasser aus.

Messenien, die Gegend um Kalamata, ist weltweit bekannt für ihr hervorragendes Olivenöl. Über die sanften Hänge und Hügel erstrecken sich unendlich weit die Olivenhaine, deren silbriggrüne Blätter im Sonnenlicht glitzern. Zur Hauptsache wird hier die Koroneiki-Olive kultiviert, eine Sorte, deren Saft mild und leicht nussig schmeckt.